- Sandra Steinkellner

- vor 6 Tagen
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Die Brennnessel soll ein überaus wichtiges Heilkraut sein? Ja, und wie!!!
Grundsätzlich wollte ich schon lange erwähnen, dass die Natur uns zu jedem Zeitpunkt die richtigen Unterstützer bietet. Im Frühling findet ihr in der Natur somit viele Pflanzen, die uns nach dem langen Winter wieder mit vielen Nährstoffen und Vitaminen versorgen und die Entgiftung anregen damit wir voller Kraft in den neuen Lebenszyklus starten können.
Vermutlich jeder hatte schon einmal Berührung mit den kleinen, glasartigen, spröden Brennhaaren der Brennnessel. Bei leichtester Berührung brechen sie ab und spritzen schlangen- und bienengiftartige Toxalbumine sowie Histamine und Ameisensäure unter die Haut.
»Urtica«, der lateinische Gattungsname der Brennnessel bedeutet genau das: »die Brennende«.
Dazu gibt es auch diesmal wieder einen alten Aberglauben. Dieser besagt, dass nur eine wahrhaftige Jungfrau eine Brennnessel berühren kann, ohne sich dabei zu verbrennen. Der ein oder andere Gärtner wiederum meint, greift man sie von oben nach unten streichend kräftig an, sodass die gefährlichen Nadeln flach gedrückt werden und keine Gelegenheit zum Stechen haben, bleibt man auch verschont. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: das funktioniert auch nicht immer.
Und womit ich aufgewachsen bin ist die Regel: »Im Mai brennen die Brennnesseln nicht.«
Ein Freund von mir zelebriert es seit vielen Jahren wie folgt: Er meint immer, man müsse sie nur vorher fragen, ob man ihr nahe kommen darf und wenn sie »ja« sagt und es quasi erlaubt dann brennt sie auch nicht. DAS hat bei mir auch schon sehr oft geholfen. Und um den Realisten unter euch auch recht zu geben: Ja, dies könnte auch psychosomatisch sein … Aber Hauptsache es funktioniert, oder?
Erwischt es einen trotzdem, so ist immer das Gegenmittel zur Hand.
»Ubi malum, ibi remedium« sagte Paracelsus und meinte damit, dass die Abhilfe nie weit von der Ursache des Leidens entfernt zu finden ist. In diesem Fall ist dies zB der Ampfer, der gerne neben der Brennnessel wächst. Man zerknüllt seine saftigen Blätter und reibt sie einfach auf die juckende Stelle. In England gab es dazu sogar einen Spruch. »Rein die Nessel, Ampfer raus. Ampfer treib die Nessel aus.«
Auch ohne Zauberspruch funktioniert das Springkraut super. Durch die enthaltenen balsamischen Säfte kann man den quaddelbildenden Histaminen gut entgegenwirken.
Um zu einem Ende zu kommen (und ich hab das Gefühlt, noch gar nicht richting angefangen zu haben) sag ich euch zum Abschluss noch mein persönliches Empfinden zu diesem Thema.
Oft werde ich wirklich nicht „verbrannt“ von der Brennnessel aber wenn, dann empfinde ich das auch nicht als etwas Negatives. Ich freu mich fast schon weil ich richtig spüre, wie auch dieser Kontakt mit der Brennnessel meine Durchblutung anregt.
Also, alles Einstellungssache …





